Das Cigaja-Schaf

Das Zuchtgebiet des in erster Linie auf der Balkanhalbinsel verbreiteten Cigaja-Schafes erstreckt sich auf die südlichen Territorien Siebenbürgens, das Banat und die Komitate Bars und Gömör des einstigen Oberungarns.

Das Cigaja-Schaf hat einen mittelgroßen Körperbau und einen schwarzen Kopf, sowie schwarze Fußenden. Seine Eigenheit ist die graue Schattierung der Wolle, die durch die Vermischung der weißen Haare mit den schwarzen bewirkt wird. Die Widder tragen ursprünglich normale, spiralförmig gewundene Hörner, die Muttertiere sind ungehörnt, bzw. haben sichelförmige oder ziegenhornartige Hörner. Neulich wird die Züchtung hornloser Tiere bevorzugt, um die Gefahr von Verletzungen bedeutend zu verringern.

Das Cigaja-Schaf unterscheidet sich von den herkömmlichen Rassen durch ein schnelles Wachstum und eine gute Milchproduktion, gleichzeitig ist es aber -ähnlich wie die anderen Rassen- sehr abgehärtet und anspruchslos. Die Aufrechterhaltung der Cigaja-Schafrasse ist vor allem durch ihre agrargeschichtliche Rolle begründet. Auch angesichts ihrer Produktionsfähigkeit hat sie in der Warenerzeugung (Lammfleisch und Milch) eine Existenzberechtigung.
Cigaja-Schafe werden in bedeutendem Maße in Jákotpuszta, Cegléd, bzw. im Nationalpark Kleinkumanien (Kiskunság), sowie in Kunszentmiklós gezüchtet.