Siebenbürgen Zackelschaf
Das in den Karpaten gehaltene Bergschaf kommt in vielen Varianten vor, wie z.B. das “Walaska” Schaf im ehemaligen Oberungarn (“Felvidék”; heute Slowakei), oder das “Curkana-Schaf” in Rumänien.
Diese Rasse zeichnet sich durch besonders lange, gemischte, wollige Haare, deren Länge oft auch die 30-40 cm erreicht, sowie durch mehr oder weniger dunkle Flecken im Gesicht. Im Gegensatz zur Hortobágyer Zackelschaf-Rasse lassen die Widder normale Schneckenhörner wachsen. Die Muttertiere sind teilweise ungehörnt oder tragen kleine, krumme Hörner.
Die Weiden im alpinen Gebiet sind meist besserer Qualität, als die in der Tiefebene, deshalb ist das Zackelschaf aus Gyimes von kräftigerem Körperbau (das Gewicht der Widder beträgt 80-90 kg, das der Muttertiere 50-60 kg) und es produziert auch mehr Milch.
Die Zackelschafe aus Gyimes, die damals auf der Tiefebene überwinterten, beeinflussten die hiesigen Bestände, sodass gemischte Rassen -wie z.B. die “ungarisch-moldauischen” oder die “Szamosháter” Rassen- entstanden.
Heute werden Zackelschafe in Siebenbürgen in einer bedeutenden Zahl gehalten, in Ungarn werden sie als kulturhistorisches Erbe und Genreserven erhalten. Unsere Gesellschaft Hortobágyer Nonprofit GmbH beschäftigt sich mit der Reinzucht dieser Rasse.
