Ungarischen Hühnerrassen
Der Ahne aller Haushuhnrassen ist das Bankivahuhn (Gallus bankiva).
Die heutigen intensiven Rassen sind viel größer und produktiver, als ihre wild lebenden Vorfahren. Die sog. ungarischen Landhuhnrassen mit einem Durchschnittsgewicht von 1,5 kg galten als Tiere, die am meisten mit den ursprünglichen Wildhühnern verwandt waren. Auf dem Gebiet Ungarns kannte man das Haushuhn schon im römischen Zeitalter. Es vermischte sich hier viele Jahrhunderte hindurch mit den verschiedenen westlichen Hühnerarten und später wurde es auch zielbewusst gezüchtet. Folglich nahm es an Körpergröße deutlich zu, die Produktivität verbesserte sich ebenfalls wesentlich.
Bis hin zu den letzten Jahrzehnten besiedelten die Haushühner in verschiedenen Farbvarianten die ungarischen Geflügelhöfe maßgeblich. Man unterscheidet zwischen gelben, weißen, getüpfelten und rebhuhnfarbigen Hühnern. Eine Eigenheit der ungarischen Hühnerrasse ist, dass sie auch in der Variante der Nackthalshühner vorkommt.
Das durchschnittliche Gewicht des heutigen ungarischen Huhnes beträgt 2 kg, die Hähne sind 3-4 kg schwer. Die Eierproduktion bewegt sich zwischen 80 und 90 Stück pro Huhn. Obwohl reinrassige Exemplare mancherorts heute noch vorkommen, werden diese zum Zweck der Generhaltung in Gödöllo, in Mosonmagyaróvár, in Hódmezovásárhely und in Hortobágy bewusst gezüchtet.
