Das Mangalitza-Schwein

Die Geschichte des Wollschweins beginnt vermutlich am Anfang bzw. in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als unsere heimischen Fettschweine mit den aus Serbien stammenden “Sumadia-Schweinen” gekreuzt wurden. So entstand nach einigen Jahrzehnten die Rasse Mangalitza (mangalica), die in mehreren Farbvarianten gezüchtet wurde.

Es gab schwarze, schwalbenbäuchige, blonde, wolfsgraue und wildfarbige Wollschweine. Am meisten verbreitet war die blonde Variante, die nicht nur in Privatwirtschaften, sondern auch in Gutshöfen gehalten wurde und später auch den Anforderungen der industriellen Züchtung standhalten konnte.

Wollschweine sind gut geeignet zur extensiven Herdenhaltung. Das Mangalitza ist nicht von großem Körperbau, aber gemästet kann es die 200 kg-Marke leicht erreichen. In diesem Fall sind 75 % des Mastgewichts Fettprodukte (Speck, Flaumfett, Darmfett). Deshalb wird das Wollschwein mit Recht als das beste Fettschwein der Welt bezeichnet.
Zwischen den zwei Weltkriegen bildeten vor allem Mangalitza-Schweine den Schweinebestand des Landes, nach den veränderten Verbraucherbedürfnissen sind sie aber in den 70-er Jahren beinahe ausgestorben. Heute bevorzugen wir die Züchtung blonder, shcwalbenbäuchiger und roter Wollschweine. Während aber die blonde Mangalitza-Rasse von mehr als 1000, im Stammbuch registrierten Mutterschweinen vertreten wird, gehören die schwalbenbäuchigen und roten Exemplare noch immer zu den gefährdeten Haustierrassen.