Stiermarkt ungarischer Graurinder

Die Vatertiere spielen im Leben und Fortbestehen einiger Hausstierrassen eine entscheidende Rolle. Die Züchter der ungarischen Graurinder lösen das Problem des Nachwuchses -entsprechend dem extensiven Haltungscharakter der Rasse- in der Weise, dass sie die dreijährigen Jungstiere zur Weiterzüchtung einteilen. Die Regel besagt, dass pro Jahrgang mindestens 15 Stiere gemeinsam gehalten werden müssen und die Aufzucht in der Weidesaison und bei Weidenhaltung erfolgen soll.

In Hortobágy und Apajpuszta wurden die aufgezogenen Jungstiere im Herbst jeden Jahres präsentiert und zum Verkauf angeboten. Theoretisch kann jeder Züchter die Jungstiere zur Zucht auswählen und nach bisheriger Praxis werden diese von Dezso Szomoly (Apaj) und der Hortobágyer Gesellschaft Nonprofit GmbH aufgezogen und präsentiert.

Die Rolle der Gesellschaft KHT wurde viel größer, als sie die Aufzucht des Jungstier-Nachwuchses übernahm. Man muss betonen, dass diese Zuchttätigkeit auf sehr hohem Niveau betrieben wird. Die Auswahl der zur Nachwuchs-Zucht geeigneten Jungstiere geschieht sehr fachgerecht, im Einklang mit den Interessen des Landes, den Meinungen der Fachleute des Vereines, sowie des Qualitätsinstitutes OMMI. Die Aufzucht konnte die harte, naturgemäße Haltung, die diese Rasse verlangt, mit einer entsprechenden Entwicklung gut vereinbaren, wobei das Ergebnis jährlich verbessert wurde.

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| Stiermarkt ungarischer Graurinder, 2008